Forschungsdaten im Zentrum: Ewig währt am längsten

Ein partizipativer Workshop der Initiative „Datenzentrum – wissenschaftliche Konzeption und Ausgestaltung“ der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW).

Akademiegebäude am Gendarmenmarkt; Einstein-Saal, 25. und 26. Juni 2026

Anmeldung: www.bbaw.de/veranstaltungen/veranstaltung-workshop-datenzentrum-2026


 

Der Wert von Forschungsdaten für Wissenschaft und Gesellschaft ist nicht zuletzt durch die Gründung der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) offensichtlich geworden. Dennoch bleiben Fragen nach dem dauerhaften Betrieb offener sowie fachspezifischer Datenrepositorien weiterhin offen. Dies betrifft insbesondere die langfristige Verfügbarkeit und Archivierung von Forschungsdaten, Datenbanken, Software und Infrastrukturen im Bereich digitaler geisteswissenschaftlicher Ressourcen, digitaler Editionen und multimodaler Korpora.

Vor diesem Hintergrund lädt der partizipative Workshop zu einem Austausch über die bestehenden Herausforderungen und sich abzeichnende Lösungsperspektiven ein. Einen Ausgangspunkt bietet dabei das Konzept für ein Datenzentrum der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW). Ab 2028 wird die BBAW innerhalb dieser neu entwickelten Infrastruktur die Aggregation, Verfügbarhaltung und Archivierung von Forschungsdaten, Software und Diensten aus den Vorhaben und Projekten der Akademie sicherstellen. Perspektivisch ist die Öffnung des Datenzentrums der BBAW auch für externe Beiträger:innen vorgesehen, wofür Kooperations- und Geschäftsmodelle zu entwickeln sind. Die 2025 eingerichtete Initiative „Datenzentrum – wissenschaftliche Konzeption und Ausgestaltung“ hat dazu die konzeptuellen und technischen Grundlagen sowie die institutionelle und infrastrukturelle Einbindung des Repositoriums an der BBAW entwickelt.

In einem Lunch-to-Lunch-Format möchten wir nach einer kurzen Vorstellung des Konzepts zunächst anhand von Beiträgen externer Expert:innen aus Forschungsvorhaben, Datenzentren, Forschungsdateninitiativen, der IT, Bibliotheken und Archiven die unterschiedlichen Perspektiven auf Datenrepositorien reflektieren. Im zweiten Teil des Workshops bieten verschiedene Thementische die Möglichkeit zu einem intensiven Dialog. Dabei geht es um spezifische Fragen, von der technischen Einrichtung nachhaltiger Infrastrukturen im Spannungsfeld von offenen, von den Einrichtungen selbst betriebenen und kommerziellen Lösungsangeboten bis hin zum Einsatz sog. Künstlicher Intelligenz, samt der dabei entstehenden ethischen Herausforderungen. Die Perspektive der Datengeber:innen ebenso wie die der Nutzer:innen, Fragen der Zugänglichkeit und möglichst niederschwelligen Nachnutzbarkeit von Forschungsdaten stehen dabei ebenso im Zentrum wie die nach Möglichkeiten der Finanzierung eines dauerhaften und zuverlässigen Betriebs.


Programm

Tag 1: Donnerstag, 25. Juni 2026

Zeit

Vortrag/Thema

13:00–13:30

Ankunft

13:30–14:00Begrüßung und Einführung
14:00–14:30Datenzentrum der BBAW, Vorstellen des Konzepts
14:30–15:00Wissenschaft und Datenzentren
15:00–15:30Forschungsdatenmanagement und Datenzentren
15:30–16:00

Kaffeepause

16:00–16:30IT und Datenzentren
16:30–17:00Bibliotheken und Datenzentren
17:00–17:30Digitale Archive und Datenzentren
17:30–18:00

Pause

18:30–19:30Abendvortrag und Diskussion

Tag 2: Freitag, 26. Juni 2026

Zeit

Vorschläge für Thementische[*]

09:00–10:30Software für Repositorien: Preservica & Co.Digitale Barrierefreiheit: ‚inklusive‘ Forschungsdaten und Zugänge
Datenmanagementpläne: Fragenkataloge, RDMO & Co.Ethische Perspektiven
Erschließung und Discovery-Systeme: Portale, OPACs, Vokabulare, (Agentic) AI, …Nachnutzung, Langzeitverfügbarkeit, Archivmatrix
10:30–11:00

Kaffeepause

11:00-12:30Zertifizierung, Qualitätssicherung, Dokumentation: nestor, CTS, …Evaluation und Auswahl von Daten für die Langzeitarchivierung
Schulungsmaterialien, Policys und RichtlinienDatentypen: Metdaten; Editionen/Korpora, Software, Interfaces, Multimodale Daten
 Webarchivierung
12:30-13:00

Gemeinsamer Abschluss

[*] Im Sinne eines partizipativen Workshops handelt es sich hierbei um Vorschläge, die gern von den Teilgebenden übernommen oder um weitere Vorschläge bzw. Angebote ergänzt werden können. Das Zustandekommen der jeweiligen Thementische hängt von der Anzahl der interessierten Personen ab.